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Der Landkrat des Landrates Uecker - Randow Siegfried Wack bewudnert die Ausstellung
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Die Schüler des Streichverbandes "Cantabile" der allgemeinbildenden Musikschule - I Stufe in Stettin vetreten von: Aleksandra Rucinska, Justyna Sajewicz, Izabela Wielgomasz, Paula Wychadanczuk, Anna Kopyla, Maja Kosim, Julia Szukszta, Tomasz Brud, Ewa Lipinska, Krzysztof Buszczyk, Diana Kozlowska, Dawid Dziembor, Violoncello - Katarzyna Olejnik, Joanna Kollataj, Krzysztof Daron, Klavier - Beata Skarbinska, präsentierten sich im Verlauf der Vernisage.
Zusätzlich sind Aufgetreten: Marta Grzybek, Balbina Piotrowska, Rafal Kowalczyk, Piotr Grochowalski und Teresa Lipczynska
Leitung des Konzertes: Alicja Betz.
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Autor des Projekts Andrzej Lazowski unterschreibt
das Album Pölitz und Umgebung auf alten Aufnahmen

Der Bürgermeister der Gemeinde Police W. Diakun mit
dem Bürgermeister der Stadt Pasewalk W. Sieber
Die Zeit der Postkarte
Die angesehene Ausstellung der Postkarten aus der Vorkriegszeit hat bewießen, dass die Integration von Polen und Deutschen im gemeinsamen Europa auch über die Endeckung positiver Aspekte der gemeinsamen Geschichte verläuft. Und die Postkarten übermitteln den nächsten Generationen meißtens das, was am schönsten ist. Heute, können wir - Bewohner des Pölitzer Grenzgebietes - uns nach etwas sehnen, jemanden Achtung schenken, vielleicht auch unsere Weltanschauung ändern, u. das alles unter dem Einfluß dieser Ausstellung. An dies sollte man denken, wenn man sich in der Galerie "Obok" beide Ausstellungen v. Andrzej Lazowski anschaut, oder wenn man das Album "Pölitz und Umgebung auf alten Aufnahmen" beschrieben v. Dr Bogdan Frankiewicz u. Andrzej Lazowski, kaufen möchte.
Die Ausstellung "Alte Photographie" gibt einen Überblick auf die Vorkriegzeit auf 80 Postkarten und Photographien. Sie ist ein eigenartiger Ausflug in die Vergangenheit von Pölitz - Endeckung von Schlupfwinkeln, Straßen, Häusern, der Küste, die es nicht mehr gibt. Die zweite Ausstellung "Bilder der Zeit" beinhaltet 20 Vergrößerungen der schönsten Postkarten, wo Vorder - u. Hinterseite eine Einheit bilden und die Aufzeichnungen in origineller graphischer Form erhalten sind. Über beide Ausstellungen haben sich mit Anerkennung Siegfired Wack - Landrat des Landkreises Uecker - Randow und Wilfried Sieber - Bürgermeister der Stadt Pasewalk geäußert. Landrat S. Wack unterstrich, im Verlauf inoffizieller Gespräche, dass die Zusammenarbeit zwischen den Selbstverwaltungen, in Angesicht des Eintritts zur EU, Anstoß zur freundschaftliche Zusammenarbeit, Inititiative und gesellschaftlicher Aktivität sein sollte. Viele Einladungen von Mitgliedern der Pölitzer Selbstverwaltung bewießen, dass der Verständigungsprozess zwischen den Landkreisen Uecker - Randow u. Pölitz sehr vortgeschritten ist. Bürgermeister W. Sieber war mit den deutschfreundlichen Tätigeiten, die der Gemeindevorstand initiiert, sehr zufrieden. Man kann hier u.a. die grenzüberschreitende polnisch - deutsche Seite im "Politzer Informator" erwähnen o. Die Pläne gemeinsamer Tätigeiten für den Umweltschutz.
Pölitz wird auch in Form eines Albums präsentiert unter dem Titel "Pölitz und Umgebung auf alten Aufnahmen". Das Album - dreisprachig angefertigt, beinhaltet 250 Photos die von Dr Frankiewicz und Lazowski beschrieben wurden.
Marek Dabrowski
Andrzej Lazowski - dr Bogdan Frankiewicz
Gespräch mit den Autoren des Bildbandes "Pölitz und Umgebung auf alten Aufnahmen" - Bogdan Frankiewicz und Andrzej Lazowski.
- Warum haben sie Pölitz ausgewählt?
Andrzej Lazowski: Die Idee dieses Bildbandes
ist im Jahre 1998 entstanden. Ich wollte in Pölitz wohnen,
die Stadt hat mir sehr gefallen, eine Stadt mit grünen Flächen,
sauber und gepflegt. Ich kannte damals die Geschichte von Pölitz
noch nicht, aber ich habe angefangen sie kennen zu lernen. Es sind
alte Photographien dieser Stadt aufgetaucht, die ich gekauft habe.
Auf diese Weise habe ich eine Stadt entdeckt, die in dieser Form
heute nicht mehr existiert.
Bogdan Frankiewicz: Während des letzten Krieges wurde Pölitz sehr zerstört. Ich erinnere mich an diese Stadt aus den sechziger Jahren - eine traurige und zertrümmerte Stadt. In den achtziger Jahren fand hier eine Ausstellung zur Stadtgeschichte statt, die ich mit Wladyslaw Garczynski - einem Archäologen aus dem Nationalmuseum in Stettin, organisiert habe. Dazu haben wir eine kleine Broschüre geschrieben. Schon damals, als ich die Geschichte über die Nazilager in Pölitz und in Pommern geschrieben habe, interessierte ich mich für die Geschichte von Pölitz und Messenthin in den schweren Kriegsjahren.
- In dem Bildband gibt es Aufnahmen aus den Jahren 1890-1944. Wer hat sie ausgewählt?
Andrzej Lazowski: Es waren über zweihundert
Photos vorhanden auf denen auch umliegende Dörfer der Gemeinde
Pölitz dargestellt waren. Die Wahl habe ich getroffen, aber
einige Aufnahmen musste ich auslassen.
- Bei der Arbeit an diesem Album, trotz beträchtlichen
Altersunterscheides, haben sie gleiche Interessen und Gemeinsame
Leidenschaft gefunden.
Bogdan Frankiewicz: Andrzej Lazowski kenne ich seit mehreren Jahren, als er ins Staatsarchiv in Stettin kam, wo ich mehrere Jahre gearbeitet habe. Er machte mir den Vorschlag an der Realisation des Bildbandes über Pölitz teilzunehmen. Dank der Kontakte mit meinen Bekannten aus Deutschland, vor allem mit Dr Hans Günter Cnotka, habe ich mehrere Photos erhalten und so konnte ich bei der Wahl der Aufnahmen helfen.
Andrzej Lazowski: Zu dieser Zusammenarbeit
hat auch das Gemeindeamt in Pölitz Beitrag geleistet. Ich habe
auf den Namen von Dr Frankiewicz aufmerksam gemacht und so haben
wir uns in Pölitz getroffen und ist unsere Zusammenarbeit entstanden.
- Was ist in diesem Album am interessantesten?
Andrzej Lazowski: Die Menschen.
- Haben Sie auf diesen Ansichtskarten ihre Lieblinge?
Andrzej Lazowski: Ja, das sind die Kinder
aus Messenthin, der Eigentümer des Lastkahnes "Almme"
oder der ältere Mann, der vor hundert Jahren im Hafen von Ziegenort
zufällig fotografiert wurde. Er steht auf dem Laufbrett, hält
die Hände nach hinten und kuckt den Fotographen an. Auch der
Bürgermeister schreibt im Vorwort über die Menschen.
Bogdan Frankiewicz: Die Promotion des Buches
begleitet auch eine Bildausstellung. Ich habe die auf Bildern erhaltene
Korrespondenz übersetzt. Das sind in der Regel kurze und lakonische
Informationen über Ferien oder Wetter, also die Leute haben
genau so geschrieben wie man heute Karten von dem Urlaub schreibt.
- Wem gehört das Bildband: Ihnen oder den Fotografen die diese Aufnahmen damals gemacht haben?
Andrzej Lazowski: Die Autoren dieser Aufnahmen
sind die damaligen Fotographen, nicht ich. Dieses Bildband ist unter
anderem auch für sie, es ist ein Andenken an diese Fotographen.
Sie selbst haben diese Bilder für die Nachkommen hinterlassen.
Ähnlich wie die Absender der Ansichtskarten, die diese Karten
an Bekannte geschickt haben. Es stellte sich aber heraus, dass sie
auch an uns gerichtet sind.
- Die Geschichte hat also dazu beigetragen, dass wir im gewissen Sinne auch Empfänger geworden sind.
Bogdan Frankiewicz: Eben. Es gibt Aufnahmen
und Ansichtskarten mit kurzer Korrespondenz es gibt aber auch Erinnerungen.
Das alles ist von hohem Wert, weil es keine andere Dokumente von
Pölitz mehr gibt. Sie wurden während der Luftangriffe,
als das Rathaus brannte, zerstört.
- Für wen ist das Bildband bestimmt?
Andrzej Lazowski: Vor allem für die
Jugend. Ich gehöre auch zu der Generation die die Last des
Krieges, der Aussiedlungen oder Vertreibungen nicht mehr kennt.
Ich glaube, dass junge Leute solche Bildbände brauchen, vor
allem junge Pölitzer sollten daran Interesse finden.
Sie werden sagen können, dass Pölitz eine interessante
Stadt war. Es handelt sich um das, was man Heimat nennt - man lernt
die Geschichte und das Schicksal damaliger Einwohner besser kennen.
Dadurch können wir unsere jetzige Heimat und unseren Wohnplatz
noch mehr lieben. Das wär's.
Bogdan Frankiewicz: Ein Interesse für
dieses Bildband werden bestimmt die ehemaligen Einwohner von Pölitz
finden. Ich habe mit dem Landrat des Landkreises Uecker-Randow -
Herrn Siegfried Wack gesprochen. Er sagte mir, dass dort viele ehemalige
Pölitzer wohnen. Ich habe einen Deutschen aus Königsfelde
kennengelernt, der jetzt einen Pole besucht, welcher in seinem ehemaligen
Haus wohnt. Sie sind jetzt gute Freunde. Ob das Bildband bei den
heutigen Pölitzern Interesse wecken wird, ist schwer zu sagen.
Andrzej Lazowski: Herr Frankiewicz spricht über Königsfelde. Zu diesem Dorf finden wir im Album vier Ansichtskarten wieder. Auf ihnen können die damaligen Bewohner ihre Häuser, Kirche und Schule erkennen. Dieses Bildband ist gleichzeitig ein Reiseführer durch die Vergangenheit. Man entdeckt auch, dass auf dem Sockel, der den im I. Weltkrieg gefallenen Soldaten gewidmet wurde. Heute steht an dieser Stelle die Figur der hl. Maria.
- Werden die ehemaligen Bewohner von Pölitz euer Bildband kaufen?
Andrzej Lazowski: Ich glaube schon, aber aus anderen Gründen.
Bogdan Frankiewicz: Ich erinnere mich an die traurige Stadt... Erst jetzt, in den neunziger Jahren hat sich in Pölitz viel geändert. Hier gibt es jetzt ein städtisches Kulturzentrum, jedes Jahr findet hier die bekannte Gesangfeier "Cecyliada" statt. Pölitz besuchen jeden Sommer die polnischen Pfadfinder. Es ist also richtig, dass die neue Stadt Police auch ihr eigenes
Bildband besitzen will.
- Danke für das Gespräch.
Bogdan Twardochleb
Redakteur des Stettiner Kuriers
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