| Das
Zeichnen mit Licht von A. Lazowski |
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Die folgende Ausstellung von Arbeiten des
jungen Fotograf Andrzej Lazowski beweist nochmals, dass
sich seine Interessen nicht nur auf das Porträtieren beschränken,
wofür der Künstler bereits eine allgemeine Anerkennung gefunden
hat, sondern sie greifen nach neuen Formen der künstlerischen
Aussage. Der ehrgeizige Schöpfer und geschickte Handwerker
hat schon einige Ausstellungen hinter sich, die sein Interesse
für die Landschaft der baltischen Städte wiederspiegelt
haben. Diesmal zeigt er "Bilder aus Dänemark"
- dessen städtische Landschaft durch viele Generationen
ihrer Bewohner gestaltet wurde. Lazowski's Vorliebe gilt
hier besonders der Architektur und großen Formen, die auf
die einfachen Gestalt reduziert und aus denen einzelne Motive
hervorgehoben werden. Sie bilden intuitiv in seinen Szenen
eine Ganzheit. Lazowski bedient sich dabei des graphischen
Zeichens, indem er die mittleren Töne zwischen Schwarz und
Weiß ausläßt. Die künstlerische Maßnahme enthüllt auch das
Wesen der Struktur der Bilder, die anhand der Durchlässigkeit
der Extremitäten, d.h. des Schwarzen und Weißen geschafft
wurden.
Deshalb sind die Bilder von Lazowski ein Versuch eines Ausstiegs
aus dem Dualismus polarisierter Konvention. Man muss hier
hinzufügen, dass dies ein gelungener Versuch ist. Es wurde
eine neue Qualität des schwarzen und weißen Farbtones geschafft.
Die Ausstellung "Bilder aus Dänemark" ist ein
eigenartiges postmodernistisches Spiel des Autors mit dem
Zuschauer, wo sich der Künstler der charakteristischen Effekte
bedient, und zwar charakteristischer mehr für Zeichnung
als Fotografie. Lazowski benutzt für dieses Spiel die mittelbaren
Techniken, die irgendwo zwischen der Grafik und Fotografik
gelegen sind und die als die meist komplizierten und gleichzeitig
edelmütigsten in der gegenwärtigen Fotografie gelten. Parallel
benutzt der Künstler den Effekt des "Vergrößerns",
welches ihm erlaubt, in ganz neuer Dimension die wahrgenommene
Realität zu entdecken. Diese Maßnahmen tragen dazu bei,
dass die durch das Objektiv von Lazowski ausgesonderte Fragmente
der Objekte zu leben beginnen, und zwar ein eigenes Leben,
das von dem empfindlichen jungen Künstler kreiert wurde.
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